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Evelyn Rack, verantwortlich für den Feinschnitt bei Chaja & Mimi und beste Editorin der Welt, bei der Preisverleihung (Photografie: Jeannette-Maria Giza)

Hätte nie gedacht, dass ich einmal diesen Satz schreiben werde, aber: Ich war ja leider im Urlaub. Doch meine Filmschule kann ja anscheinend auch ohne mich ganz gut feiern. Bei der Gala zum 10-jährigen Bestehen der Filmarche hat Chaja & Mimi einen der 11 "Noahs" bekommen, eine Auszeichnung unserer Schule. Und zwar den in der Kategorie "Dokumentarischer Kurzfilm". Die Laudatio wurde von meiner Lehrerin und Mentorin Gruscha Rode gemeinsam mit Studienleiterin Mireia Guzman Sanjaume gehalten, was mich sehr freut.

Evelyn Rack, ehemals Montage-Klasse 2006 und in diesem Projekt für den Feinschnitt verantwortlich, hat ihn entgegengenommen. Schade, dass ich nicht da war, denn die anschließende Feier soll berauschend gewesen sein. Ich weiss nicht, wie, aber sie haben sogar eine mobile Sauna auf den Schulhof gezaubert...

 
Das Siegel der Film- und Medienbewertungsstelle Wiesbaden

Die Deutsche Film- und Medienbewertung hat Chaja & Mimi das Prädikat besonders wertvoll verliehen, was mich sehr freut und den Film zu einem Kurzfilm des Monats ernennt. Endlich eine amtliche Anerkennung. Es ist toll, dass die Bundesländer eine solche Institution bereitstellen. 

Ich frage mich, warum es davon nicht mehr gibt. Beispielsweise eine Küchenbewertungsstelle. Da würde ich vermutlich ein besonders gut ausgestattet bekommen, zumindest seitdem ich einen Schokoladenbrunnen für zeitgleich helle und dunkle Schokolade besitze. 

Und was wäre wohl, wenn es eine Charakter-Bewertungsstelle der Länder gäbe? Vielleicht bekäme ich dann ein besonders schnell beleidigt? Was es auch sei, Hauptsache: besonders.

 

Was schrob ich da neulich über Filme überarbeiten? Jetzt hat es mein mittlerweile 10 Jahre alter Hundescheisse-Film November unter die Finalisten eines Filmfestivals in Neapel geschafft. Das dass überhaupt möglich ist, verwundert mich ziemlich. Weit weniger wundert mich allerdings, dass es sich dabei um das Festival für Kino und Psychoanalyse handelt... oder ist das nur ein Klischee?

 
Lauter glückliche Gesichter bei der Preisverleihung der ersten Walter Benjamin Short Film Competition Portbou (Fotografie: Joan Gubert)

Wer sagt denn, dass es sich nicht lohnt, einen Film für die internationale Auswertung komplett zu überarbeiten? "Chaja & Mimi" hat auf der Walter Benjamin Short Film Competition in Portbou (übrigens zum Thema "Grenze") den 2. Platz gemacht. Bin dann doch hingefahren.

Chantal Akerman war zwar kurzfristig verhindert, aber Portbou gefällt mir total gut: neben einem kleinen, feinen und von extrem netten Leuten organisierten Filmfestival gibts hier Strand und gleich daneben Berge - perfekt. Grund genug, wieder zu kommen: Mit dem zweiten Platz hier hat sich der Film automatisch fürs Filmfest in Girona im Herbst qualifiziert. Das könnte ja auch mal Anlass sein, mich endlich mit Walter Benjamin zu beschäftigen...

 

Chaja & Mimi wurde als einer von 10 Filmen für die erste "Walter Benjamin Short Film Competition" ausgewählt, was mich sehr freut. Das Festival ist klein, aber fein und am 22. Juni im spanischen Portbou. Da ich kein Spanisch spreche, werd ich da nicht auftauchen, obwohl Chantal Akerman in der Jury sitzt. Die hätt ich eigentlich ganz gerne mal live erlebt...

 

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